SN100C - Produkt-Informationen
SN100C - bleifreies Lot für das Wellenlöten
Balver Zinn Lot SN100C ist ein durch Nickel stabilisiertes Zinn-Kupfer-Eutektikum mit zusätzlicher Dotierung von Germanium, um die Oxidation des Lotes dauerhaft zu verringern. SN100C ist der Handelsname für SnCu0,7Ni das bleifreie Lot für das Wellenlöten.
Mit Balver Zinn Lot SN100C entstehen glänzende Lötstellen wie mit Bleiloten. Balver Zinn Lot SN100C schnitt 2005 bei den Tests der NASA als zuverlässigstes Weichlot zum Wellenlöten ab. Detaillierte Ergebnisse finden Sie in der Balver Zinn Technischen Information "Zuverlässigkeit von SN100C".
Im Vergleich zum herkömmlichen SnCu-Lot verursacht SN100C eine wesentlich geringere Kupferauflösung, welche das Risiko unzulässiger Erniedrigung der elektrischen und thermischen Leitfähigkeit deutlich minimiert. Die geringere Kupferauflösung erlaubt ein konstanteres Prozessmanagement und hilft Material zu sparen.
Die Lötergebnisse sind besser als mit bleifreien* Standardloten, besonders hervorzuheben ist die verminderte Neigung zur Brückenbildung. Balver Zinn Lot SN100C ist laut der unabhängigen ELFNET-Studie das meist verwendete Wellenlot in Europa. Besonders bei den erhöhten Prozesstemperaturen des Selektivlötens ist Balver Zinn Lot SN100C die bevorzugte Lösung.
*BALVER ZINN LOT SN100C enthält nach unserer Kenntnis keine Stoffe in Konzentrationen oder Anwendungen, deren Inverkehrbringen in Produkten entsprechend den geltenden Anforderungen der Richtlinie 2002/95/EG („RoHS“) verboten ist.
Balver Zinn Produktionsprogramm
Im Produktionsprogramm von Balver Zinn finden Sie außerdem Lotpasten, Flussmittel und Lotdrähte. Balver Zinn bietet neben der SN100C Produktfamilie weitere patentfreie und patentierte Lotlegierungen für Wellenlöten, Reflow und Rework an.
Allgemeine Prozesshinweise
- Bei Kupfergehalten oberhalb von 0,85% treten signifikant mehr Lötfehler (Brücken!) auf. Um diese zu vermeiden bietet Ihnen die Balver Zinn kostenlose Lotbadanalysen an. Beim Löten aller Leiterplattenoberflächen - außer Nickel/Gold - sollte mit SN100Ce SnNi nachgefüllt („nachgesetzt“) werden, um konstante Prozessbedingungen zu gewährleisten.
- Die sich oberhalb eines Kupferanteils von 0,9% ausscheidenden Kupferzinnkristalle (intermetallische Verbindungen) wirken abschleifend und sammeln sich auf Grund der geringen Dichte des Lotes am Lotbadboden an. Sie können nicht mit dem „Sieblöffel“ auf der Oberfläche des Lotes entfernt werden.
- SN100C greift auf Grund der speziellen Stabilisierung die Tiegel und Pumpen weitaus weniger als Zinn-Silber-Kupferlote an. In speziellen Fällen können bestehende Anlagen weiter verwendet werden.
- Um zu hohe Lotverluste durch Krätze zu vermeiden, sind Stickstoffabdeckungen anzuraten.
- Balver Zinn führt kostenlose regelmäßige Lotbadanalysen durch um so den kundenspezifischen Nachfüllrhythmus zu finden und Störungen durch zu hohe Fremdmetallgehalte zu vermeiden.
Prozessbedingungen beim Wellenlöten
- Lotbadtemperatur 260-270°C. Achtung: für die Tempe raturbelastung der Bauteile ist nicht die Löttemperatur ausschlaggebend, sondern die an den Bauteilen gemessene Temperatur!
- Die Leiterplatten sollen vor Eintritt in die Welle 10-20°C wärmer sein als bei Zinn-Blei-Anwendungen (Sn63Pb37). 110-135°C gemessen auf der Oberseite si nd übliche Bedingungen. Es gilt die alte Regel: „nicht die Welle zum Vorheizen missbrauchen“!
- Die Benetzungszeit bzw. Benetzungslänge muss wegen der schlechteren Benetzung im Vergleich zu Zinn-Blei (Sn63Pb37) vergrößert werden.






